Donnerstag, 26. November 2009

22 Uhr vorbei

Jetzt ist die Zeichnung da, Erwin K., Köln, den ich sehr gemocht habe, 1995 plötzlich gestorben.
Es ist eine merkwürdige Erfahrung: Wenn ich mein Ausgangsmaterial - das Foto eines Menschen - auf den Kopf stelle und es aus dieser Position, also verkehrt herum, abbilde, erhält die Zeichnung eine meiner Arbeitsweise entgegenkommende Unbeholfenheit und wird oft sogar ähnlich, nicht im Detail, aber generell. Ich habs dann nochmal "richtigrum" versucht, dieses Blatt aber sofort zerrissen.

Den ganzen November durch habe ich Köppe gezeichnet.Viele. Ich merke dass es Zeit wird, davon wieder runter zu kommen, oder dieses Thema grundlegend zu verändern.

Was ich heute noch geleistet habe:
Meinen täglichen Kaffeebesuch bei Markus, eine gute Tat,vollbracht, einen kleinen Einkauf getätigt, zwei Telefonate erledigt und einen Schlaf von einer guten halben Stunde genossen. Ach ja: Und diesen Blog über den ganzen Tag verfolgt.

Und gelesen: Christa Wolf, Kindheitsmuster. Ein Buch, welches ich nach dem Anlesen von 30 Seiten als unverdaulich erstmal zur Seite gelegt hatte, dann aber gemerkt habe, dass diese Art der Erinnerungsverarbeitung mit ständigen Zeitsprüngen kaum anders möglich ist. Erinnerungen - lange her - sind Fetzen.


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